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PraktikantInnenfeedback

Miriam Dunzendorfer

Sehen wie Glück wächst.

Rund fünfzig Stunden durfte ich hier am Schottenhof im Rahmen verschiedener Praktika, mithelfen, mitarbeiten und ein Stück weit auch mitleben.
Während dieser Zeit habe ich so viele unterschiedliche Menschen kennen gelernt, die alle ihren Platz hier am Hof gefunden haben, egal ob sie nur für ein paar Stunden, Tage oder Jahre hier waren. So verschieden sie alle waren, konnten sie mir doch alle etwas beibringen und ich ihnen im Gegenzug Unterstützung anbieten. Jeder ist hier willkommen, und darf seinen Teil zu einem Ganzen beitragen.

Ich durfte so viel miterleben, so schöne Erfahrungen teilen, die in Worte zu kleiden ich mir Mühe gebe:

  • Dass Anstrengungen leicht durch ein Lächeln oder Lachen vergolten werden, wenn es von Herzen kommt, vor allem wenn nichts anderes gegeben werden kann.
  • Dass Zusammenhalt schnell entstehen kann und wie wichtig ein starkes Team ist.
  • Dass sich jedes Lebewesen, sei es Mensch, Pferd, Katze oder Huhn, gerne in die Gemeinschaft einbringt, wenn ihm mit Respekt und Liebe begegnet wird.
  • Dass durch Kreativität oder unorthodoxe Zugänge Unmögliches schaffbar wird.
  • Dass Vertrauen in sich selbst und andere Zeit braucht, die man sich nehmen muss.
  • Dass wertgeschätzte Arbeit Spaß bringt und das Selbstwertgefühl steigert.

    Mir scheint daher auch eine genaue Auflistung meiner Tätigkeiten hier, so spannend, und lehrreich sie auch waren, nicht sinnvoll, denn dies würde nicht den Kern der Dinge treffen, die den Schottenhof ausmachen, und die mir bei meinem Tun hier wieder so überdeutlich bewusst wurden. Viel mehr möchte ich sagen: Es gibt Orte, die ein Übermaß an Freude, Glück und Harmonie ausstrahlen, nicht weil Krankheit, Armut oder Unglück hier keinen Platz finden, sondern, gerade weil sie hier aufgenommen und unterstützt werden. Es werden Hilfen geboten um die erdrückenden Rahmenbedingungen und die eigenen Fähigkeiten zu erweitern, oder wenn es nicht möglich ist, die Zeit so zu gestaltet, dass in der Mitte ein schönes Bild entsteht.
    Im Schottenhof habe ich einen solchen entdeckt. Ein Ort an dem Glück wächst.

Anita Kneil

Liebes Schottenhof-Team!

Auf die letzten Wochen rückblickend, habe ich einige Eindrücke und Erinnerungen meiner Zeit am Schottenhof gesammelt und möchte diese nun mit euch teilen:

Schotti – das kleine Pferde-Maskottchen des Schottenhofs

Coole Spiele und Aktivitäten mit den Kindern und Tieren – von lustigen Wasserspielen, herausfordernden Reitparcours, kniffligen Schatzsuchen und kreativen Theateraufführungen bis zum Bemalen von Pferden mit Fingerfarben, Basteln von Rasseln und Masken und Herstellen von Eis für die Pferde

Hof-Quiz – um den Hof und die Tiere auf spielerische Art kennen zu lernen

Offenes, engagiertes und herzliches Team, das immer ein offenes Ohr für die Anliegen von uns Praktikanten hatte – großes Dankeschön an dieser Stelle!

Toleranz und Wertschätzung – den Kindern und Tieren gegenüber, sowie innerhalb des Teams

Tierliebe – gute Haltung und fairer Umgang mit Rücksicht auf individuelle Besonderheiten und die persönlichen Geschichten der Tiere

Esel-, Ziegen- und Pony-Spaziergänge in den Wald

Nala und Nikita – die beiden Ziegen des Schottenhofs, die sich immer wieder über Besuche und Zweige aus dem Wald gefreut haben

Hühner füttern von der Hand

Originelle, farbenfrohe Willkommensplakate mit Bezug zum Thema der Woche – um die an den Sommercamps teilnehmenden Kinder sowie deren Eltern am Schottenhof zu begrüßen

Freundliche und gut ausgebildete Tiere, die sich sanft auf die Interaktion mit Menschen einlassen

Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals für die herzliche Aufnahme ins Team und die Möglichkeit, ein Zimmer am Hof zu bewohnen, bedanken! Durch die vergangenen Wochen am Schottenhof kann ich nun auf viele neue, wertvolle Erfahrungen zurückblicken. Vielen Dank!

Beste Grüße

Anita Kneil

Luisa Schiffmann
Zwei tolle Monate Vollzeitpraktikum auf dem Schottenhof …

… die leider viel zu schnell vorüber gegangen sind! Nach meinem Studium der Sozialen Arbeit war die Zeit auf dem Schottenhof eine abwechslungsreiche „Auszeit“ für mich. Ich kann dieses Praktikum jedem empfehlen, der sich für die tiergestützte Arbeit mit Kindern interessiert. Man wird vom ersten Tag an, je nach eigenen Vorkenntnissen, voll in die Arbeit einbezogen und lernt den Hof und die vielen Tiere schnell kennen. Im herzlichen Pädagogen-Team fühlte ich mich sehr wohl und aufgenommen. Vielen Dank für die umfangreichen Einblicke in den Bereich der tiergestützten Pädagogik und das nette Miteinander! Ich wünsche allen ein gesundes, zufriedenes neues Jahr. Ich werde die Zeit sehr vermissen und lange in Erinnerung behalten!

Mona

Ich absolvierte im Rahmen meines Studiums der Sozialen Arbeit ein sieben wöchiges Praktikum am Schottenhof. Ich bin dankbar für die Zeit. Dankbar für die Erfahrungen die ich sammeln konnte und dankbar für die Menschen, die ich kennenlernen durfte. Der Tagesablauf gestalteten sich wie folgt: morgens kamen immer Sonderschulklassen an den Schottenhof, Kinder mit Unterstützungsbedarf konnten in diesen Stunden die Natur und die unterschiedlichsten Tiere des Schottenhofes erleben und kennenlernen. Das Reiten kam dabei natürlich nicht zu kurz. Am Nachmittag fanden von sogenannten „Wichtelgruppen“, in welchen die Kinder an die Tiere und Natur herangeführt wurden, bis hin zu Reiterstunden statt.

Während des Praktikums konnte ich im Umgang mit Kindern mit und ohne Unterstützungsbedarf eine Handlungskompetenz entwickeln. Auch der Umgang mit den Pferden viel mir immer leichter, obwohl ich keine Erfahrungen damit hatte. Was aber auch den toll erzogenen Pferden zuzuschreiben war. Fasziniert war ich von dem Konzept des Schottenhofes. Dieses beinhaltet, dass Tier und Mensch auf einer Ebene stehen und immer strengstens darauf geachtet wurde, dass es beiden gut geht.

Das Praktikum bestätigte mich darin, nach dem abgeschlossenen Studium im Bereich der tiergestützten Pädagogik arbeiten zu wollen. Vielen Dank für die tolle Zeit und die Erfahrungen die ich machen durfte!

Alica – Auslandspraktikum vom 27.02. bis 30.7.2017 am Schottenhof:
5 Monate Praktikum am Schottenhof – einfach großartig!

Als Studierende der Sozialen Arbeit war das Vollzeitpraktikum fachlich wie auch persönlich ein voller Erfolg! In diesem knappen halben Jahr konnte ich die Lebensfreude, das Feuer, das die Pädagoginnen hier entfachen, förmlich spüren. Ich fühlte mich sofort wohl in diesem tollen Team und wurde als deutsche Studentin herzlich aufgenommen. Das Praktikum kann ich jungen und auch älteren tierbegeisterten Personen nur ans Herz legen. Es macht nämlich wirklich glücklich, den ganzen Tag mit Tieren und Kindern draußen unterwegs zu sein. Die Lage des Schottenhofes ist für Naturliebhaber und Pferdemenschen perfekt. Man muss nur zum Hoftor raus und schon ist man inmitten des Biosphärenreservats Schottenwald.

Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich und es wird niemals langweilig. Als Praktikant/in bekommt man sehr viele neue Ideen für Spiele und erlebnispädagogische Elemente kommen auch oft zum Einsatz. Mir gefiel am besten die Kombination aus der Arbeit mit heilpädagogischen Gruppen und den freizeitpädagogischen Angeboten. Dadurch habe ich gleichzeitig praktische Erfahrung im Bereich „Behindertenarbeit mit Tier“ und Erlebnispädagogik zur Freizeitgestaltung gesammelt. Am meisten fasziniert hat mich die Arbeit mit den Kindern und Tieren. Die beiden Komponenten passen einfach super zusammen.

Durch die lange Zeit am Schottenhof lernte ich auch die tierischen Mitbewohner immer besser kennen, was meinen Alltag versüßte und für eine angenehme Zusammenarbeit sorgte. Die netten und lehrreichen Gespräche mit den Mitarbeitern/innen waren super für eine produktive Arbeitsatmosphäre, ich werde sie sehr vermissen.

Vielen, vielen Dank an alle Pädagoginnen und Therapietiere des Schottenhofs für die supertolle Zeit bei euch!

Auslandssemester auf dem Schottenhof (Marlen Merschroth)

Ich habe im Rahmen meines Studiums der Inclusive Education/Integrative Heilpädagogik ein 3,5 monatiges Vollzeitpraktikum absolviert.

Auf dem Schottenhof habe ich Einblick in all ihre Sparten der tiergestützten Arbeit mit Kindern und Jugendlichen erhalten, sowie viele inspirierende Anregungen in den Kursen. Die Vormittagskurse gestalten sich aus der tiergestützten Therapie, die in Kooperation mit den umliegenden Förderschulen stattfindet. Die Einheiten der tiergestützten Therapie werden durch die nervenstarken und sehr fein ausgebildeten Tiere bereichert. Durch ihre vorsichtige und einfühlsame Art und ihre langjährige Erfahrung, lassen sie sich sehr entspannt und geduldig auf jedes Kind und jeden Jugendlichen ein und schenken ihnen damit ein Stück mehr Selbstwertgefühl/Lebensenergie. In den Nachmittags-Kursen liegt der Schwerpunkt des Schottenhof zum einen in der tiergestützten Erlebnispädagogik, welche wunderbare Erlebnisse und Erfahrungen im einmaligen angrenzenden Wald beinhalten, wie zum Beispiel Waldspaziergänge mit den Ziegen. Doch ist auf dem Schottenhof ein Waldspaziergang nicht einfach nur ein Schlendern durch den Wald mit den Tieren, sondern ein wirklicher Aktionsspaß, Klettern über Baumstämme, sich durch das Dickicht des Waldes „kämpfen“, Schneespuren aufsuchen und verfolgen und das alles mit den Tieren gemeinsam in einer vertrauensvollen Atmosphäre. Die Kinder dürfen sich unter der Leitung der Kursleiterinnen und PraktikantInnen frei und individuell mit dem Tier entfalten und ausprobieren.

Dies ist auch in dem zweiten Schwerpunkt, dem integrativen Reiten und Voltigieren wiederzufinden. Diese Art des Reitenlernens und Umgang mit dem Pferd lehrt den Kindern und Jugendlichen einen fairen und vertrauensaufbauenden Umgang mit den Pferden und ihren Mitmenschen. Sie lernen spielerisch zum Beispiel beim Durchführen eines Parcours mit dem Pferd, verschiedene Führtechniken und lernen an sich zu wachsen. Durch die verschiedenen und kindgerechten Lehrmethoden, Centred Riding/Sally Swift und die TellingtonTouch-Methode, gelingt es den Kursleiterinnen anschaulich den Kindern und Jugendlichen das Reiten und ihre ersten Erfahrungen auf dem Pferderücken zu erleichtern.

Die Arbeit auf dem Schottenhof besteht allerdings nicht nur aus den Einheiten mit den Kindern, sondern auch aus Stallarbeiten, welche aber Zeit  zum Ruhe finden und Nachdenken geben haben. Und eine Würdigung der Pferde.

Neben den absoluten Verlasstieren, wird jeder auf dem Schottenhof von einem super lieben, offenen und hilfsbereiten Team empfangen. Das Team ist mit Leidenschaft und immer im Sinne der Tiere bei der Arbeit. So wird einem die Zeit auf dem Schottenhof sehr erleichtert und sie vergeht leider viel zu schnell, durch gemeinsame Unternehmungen auch außerhalb der Arbeit auf dem Schottenhof, wie gemeinsames Kochen oder Besuche in Wien.

Mein persönliches Highlight war die Pony-Laternennachtwanderung. An diese Kutschfahrt erinnere ich mich immer sehr gerne zurück und vermisse die Zeit auf dem Schottenhof. Es war eine tolle und bereichernde Zeit für mich. Ich bin nicht nur fachlich, sondern auch persönlich gewachsen und gereift. Ich hoffe auf ein Wiedersehen!

Vier Monate Vollzeitpraktikum auf dem Schottenhof in Wien, das war ein großartiges Erlebnis. (Victoria Nackenhorst)

Ich habe mein Praxissemester im Rahmen des Heilpädagogikstudiums  auf dem Schottenhof in Wien absolviert. Zu Beginn war es aufregend in einem neuen unbekannten Land, fremder Umgebung mit fremden Menschen zu leben. Während dieser vier Monate wurde es für mich zu einem vertrauten Heim mit vielen lieben Menschen und Tieren.

In den vier Monaten hatte ich die Möglichkeit eine Vielfalt der Arbeit auf dem Schottenhof kennenlernen zu dürfen. Zu Beginn meines Praktikums half ich in den integrativen Sommercamps mit. Es gab in den unterschiedlichen Themenwochen immer einen vielseitigen Plan, so war immer was zu tun. In den Sommercamps habe ich die Ausritte mit den Pferden oder die Spaziergänge mit den Eseln sehr genossen. Weil es für mich in der ersten Zeit auch alles ziemlich neu auf dem Hof war, habe ich die Hofrunden genauso sehr geliebt wie die Kinder. Später kannte ich mich dann so gut aus, dass ich jedes Tier mit Namen und ihren besonderen Eigenschaften selber freudig in der Gruppe vorstellen konnte.

Die Arbeit mit den unterschiedlichen Tieren hat mir viel Spaß gemacht und mich immer wieder neu inspiriert. „Das Tier als Partner“ ist eine wirkliche Bereicherung. Eine besonders schöne Erinnerung ist die Zusammenarbeit mit der Eseldame Sina, die freudig Heu vom Schoß der Kinder, die im Rollstuhl sitzen, frisst und ihnen dabei ein Lächeln ins Gesicht herbeizaubert.  Es ist toll wie professionell die Tiere auf dem Hof ausgebildet sind. Der Umgang und die Begegnungen mit den Tieren haben mich sehr geprägt, denn die partnerschaftliche und einfühlsame Beziehung auf dem Schottenhof wird gelebt. Ich habe vieles über die Ausbildung und dem Umgang mit den unterschiedlichen Tieren dazu gelernt. Viele Erfahrungen wurden gesammelt; besonders neugierig gemacht haben mich das Clickertraining und das Centered Riding von Sally Swift sowie auch die Methoden nach Tellington-Jones. Ich erhielt auch die Möglichkeit einige Theorien in der Praxis auszuprobieren und in meine Arbeit mit einzubauen.

Die tägliche Stallarbeit gehört in der Praktikumszeit auf dem Schottenhof selbstverständlich dazu;  manchmal kann sie anstrengend sowie erholend sein; und manch anderes Mal hat das Abäppeln der Paddogs meditativ auf mich gewirkt.

Das Zusammenleben mit anderen Praktikantinnen war schön, so konnte wir meistens beim gemeinsamen Abendessen neu Erlebtes und gemachte Erfahrungen austauschen und gemeinsam reflektieren. In der Freizeit unternahmen wir oftmals was zusammen.

Und dann arbeitete ich auch in dem Semester mit, hier gibt’s ein vielseitiges Programm von den allerkleinsten den MUKIS ( Mutterkindgruppen)  bis hin zu den Niveauvollen Freizeitreiten, gerade diese ganz unterschiedlichen Zielgruppen mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten hat die Arbeit so abwechslungsreich und interessant gemacht. Täglich hat mir persönlich die Arbeit morgens mit den Schulgruppen  mit den Kindern mit Beeinträchtigung besonders viel Freude bereitet. Ich habe die Momente in der Arbeit mit den Kindern und Tieren genossen, sowie das Begleiten der ganz individuellen Prozesse.

Das Praktikum war für mein Heilpädagogikstudium und meinem weiteren beruflichen Werdegang somit eine Bestätigung und eine Bereicherung. Ich habe in diesem Praktikum ganz unterschiedliche Menschen, mit vielen unterschiedlichen Lebensgeschichten, Ansichten, Ideen und Erfahrungen kennen- und schätzen- gelernt und dafür bin ich sehr dankbar.

Ich denke gerne an diese Zeit zurück und würde jedem Interessierten das Praktikum auf dem Schottenhof in Wien empfehlen.

Einen ganz lieben Dank für diese Zeit, einen lieben Gruß an „Alle auf dem Schottenhof“ und ein vielleicht „Auf Wiedersehen!“

PHILOMENA – 01.04.2011 bis 29.06.2011 – Praktikum am Schottenhof….

Mein Praktikum am Schottenhof

Was ich mir vorgestellt habe, als ich meinen Bewerbungsbogen an das Büro vom Schottenhof geschickt habe? Ehrlich gesagt: nicht viel. Ich dachte nur, dass man bei einem Praktikum in so einem sensiblen Bereich wie der tiergestützten Pädagogik viel zusehen wird müssen und kaum selbst machen dürfen würde. Das dachte ich zumindest. Gleich am ersten Tag wurde ich aber eines Besseren belehrt: ich durfte gleich mit anpacken.

Ich wurde von Anfang an in jeden Bereich mit einbezogen, ganz egal, ob es dabei um die Versorgung der Tiere, Voltigier Stunden oder Therapiestunden ging. Ich habe gesehen, wie toll diese Tiere „arbeiten“ und ich weiß auch, was man alles tun muss, damit sie diese Leistung erbringen können.

Mein 3 monatiges Praktikum am Schottenhof ist nun zu Ende. Schnell ist diese Zeit vergangen. Ganz ehrlich: Im ersten Monat dachte ich noch, dass ich die Zeit nicht überstehen würde. Teilweise stand ich um 6 Uhr auf, begann mit meiner Arbeit am Schottenhof um 8 Uhr, blieb bis 20 Uhr und fiel zuhause dann gegen 21 Uhr vollkommen erschöpft ins Bett.

Es war ein anstrengendes Praktikum – aber wenn ich mich an die vielen Momente erinnere, die mir zeigten, was tiergestützte Pädagogik bei behinderten und nicht behinderten Kindern bewirken kann – dann weiß ich auch, warum ich im ersten Monat nicht abgebrochen habe.

Der Schottenhof hat ab jetzt einen fixen Platz in meinem Herzen. Nicht nur wegen der Tiere, der Kinder, sondern auch wegen der tollen Pädagogen und Mitarbeiter, die mich von Anfang an gut aufgenommen haben.

Danke für diese schöne, anstrengende und bereichernde Zeit!
Philomena Maria Prinz

PIA – 14.11.2010 bis 28.01.2011 – 2 Monate Praktikum am Schottenhof

…waren Abenteuer pur. Für mich ein neues Land und unbekannte Tiere, Gesichter, Arbeitsweisen, Waldspazierwege (die ich nie für Wege gehalten hätte), … Da heißt es nicht nur Namen lernen.

…begeisterten mich noch mehr für Tiere: Esel, die Stangen rollen oder Teddys apportieren, Ziegen, die auf die Schulter stehen oder Katzen, die Tischweitsprung machen…

Von Hühnern, die ich bis dato nur als Eier und Fleischlieferanten kannte, wandelte sich mein Bild enorm. Dass diese Tiere so intelligent sind und zutraulich werden, hätte ich nie gedacht. Ich hatte weder einen Hahn Farben picken sehen, noch einen auf meiner Schulter herumgetragen.

…brachten neue Bekanntschaften und Freundschaften über die Verständigungsprobleme hinweg 😉 Nun weiß ich auch, dass Mistkübel leeren nicht bedeutet, den Misthaufen abzugraben. Mein „Maria“-Dasein in der lebenden Krippe werd ich auch in Erinnerung behalten.

…bedeuteten auch nicht nur Luxus. Es kommt durchaus vor, dass man mal keinen Handy oder Internetempfang hat, dafür gibt es aber genug zu lesen. Eine warme Dusche wird wirklich zur Wohltat bei den eisigen Temperaturen (mit den Finnen kann ich nun locker mithalten) und nach zwei Tagen schreckte mich auch der wackelnde Boden nicht mehr, wenn Kaya sich zum Schlafen hinfallen ließ. Morgens begann der Tag manchmal schon recht früh zum Stalldienst, insbesondere dann, wenn man spontan aushalf.

…brachten eine Menge an Erfahrungen mit Kindern und neuen Übungen. Auch für mich „alten Volti-Hasen“ (ich voltigiere seit 14 Jahren) gab es noch unbekannte Übungen, wie den Stern oder aus der Bielmann-Standwaage wird plötzlich ein „Standkörbchen“. Die Arbeit mit den Kindern war zwar manchmal anstrengend, das Lachen im Kindergesicht, die Begeisterung der Kinder in den Stunden und all die lustigen Erlebnisse überwiegen dennoch. In schwierigen Situationen hat man stets einen Leiter bei sich und findet eine Lösung, falls ein Kind das Kaninchen nicht mehr hergeben will oder am Pferd festklebt.

…erweiterten meinen Horizont auch hinsichtlich der Arbeit mit Pferden. Zum ersten Mal machte ich Bekanntschaft mit centered riding. Was mich inzwischen sehr begeistert. Auch in Sachen Arbeit mit dem Pferd am Boden konnte ich von der Zirzensik, Freiarbeit und der klassischen Dressur einiges mitnehmen.

…bleiben eine unvergessliche Zeit, die ich nicht mehr missen will!!

Vielen Dank ihr Lieben!!!